Hafenmanöver
Rückwärts an die Pier, ohne Geschrei.
Das Wichtigste
- Vorher besprechen: wer an welche Leine, auf welcher Seite, wo die Lücke ist. Dann wird an Bord nicht geschrien.
- So langsam wie möglich, so schnell wie nötig – Fahrt braucht man nur zum Steuern.
- Nie die Hand oder den Fuß zwischen Boot und Pier – dafür gibt es Fender.
Römisch-katholisch mit MooringSo liegt man in Kroatien: Heck zur Pier
- Vorbereiten: Fender auf beiden Seiten, Heckleinen an beiden Achterklampen, außen um alles herum klar, Bootshaken bereit, Handschuhe für die Mooring.
- Anmelden: Marina auf ihrem Kanal anfunken (oft 17), der Marinero zeigt den Platz.
- Radeffekt testen (siehe unten), dann rückwärts mit wenig Fahrt in die Lücke, den Bug gegen den Wind halten.
- Heckleinen übergeben – zuerst die Luvleine. Der Marinero belegt sie an Land, wir holen an Bord dicht.
- Mooring: Die Leitleine an der Pier aufnehmen, an ihr entlang zum Bug gehen, die Mooring dichtholen und auf der Bugklampe belegen – luvseitig zuerst.
- Heckleinen auf Abstand zur Pier einstellen (Gangway), erst dann Maschine aus.
AblegenMooring zuerst, Heckleinen zuletzt
- Maschine an, Heckleinen auf Slip (doppelt genommen, an Bord lösbar).
- Mooring loswerfen und langsam absinken lassen – nicht in die Schraube! Erst Gas geben, wenn sie sicher unten ist.
- Leeleine einholen, mit der Luvleine zuletzt ablegen und langsam voraus.
- Fender und Leinen erst verstauen, wenn das Boot frei ist.
RadeffektWarum das Heck beim Rückwärtsfahren wegläuft
Die Schraube zieht das Heck beim Einkuppeln seitlich, rückwärts deutlich stärker als vorwärts. Bei den meisten Charteryachten (rechtsdrehende Schraube) läuft das Heck rückwärts nach Backbord.
Testen: im freien Wasser kurz rückwärts einkuppeln und schauen, wohin das Heck geht. Beim Anlegen nutzen: Lücke von der Seite anfahren, auf die das Heck ohnehin will.
Wer macht wasRollen bei sechs Leuten an Bord
- Steuer: Skipper – sagt an, sonst niemand.
- Heck: je eine Person Backbord und Steuerbord mit den Heckleinen.
- Bug: eine Person für die Mooring, mit Handschuhen.
- Springer: eine Person mit losem Fender, wo es eng wird.
- Der Rest: sitzen bleiben und nicht im Weg stehen.
Gute Seemannschaft, aufgeschrieben aus unserer Erfahrung. Ersetzt keine Ausbildung und keinen Schein. Stand 10/2026.
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